Polnisch-Crashkurs für unsere Schülerinnen und Schüler

Eng­lisch, Fran­zö­sisch, Spa­nisch, Latein — es ist selbst­ver­ständ­lich, die­se Spra­chen in der Schu­le zu ler­nen. War­um aber immer in die Fer­ne schwei­fen? Wir ori­en­tie­ren uns an den der­zei­ti­gen Gege­ben­hei­ten und ent­de­cken das Gute in der Nähe.

Polen ist unser Nach­bar­land, es tren­nen uns knapp 70 km Ent­fer­nung. Eine Abfra­ge unter unse­ren Schüler*innen hat erge­ben, dass ein Groß­teil von ihnen bis­her nicht viel mehr als den „Polen­markt“ ken­nen­ge­lernt hat. „Das lässt sich ändern!“, war der grund­le­gen­de Gedan­ke und so orga­ni­sier­ten Mit­ar­bei­te­rIn­nen der Schu­le in Zusam­men­ar­beit mit dem Pol­ni­schen Insti­tut als Auf­takt­ver­an­stal­tung einen Pol­nisch-Crash­kurs, der im Novem­ber statt­fand. Frau Agnieszka Hud­zik nahm sich jeweils eine Stun­de Zeit, um spie­le­risch und gleich­zei­tig anspruchs­voll vier Grup­pen mit ins­ge­samt 54 Schüler*innen Grund­la­gen der pol­ni­schen Spra­che, Geo­gra­fie und Kul­tur zu vermitteln.

Ein Schü­ler der 7. Klas­se berichtet: 

Am 2. Novem­ber 2021 konn­ten wir mit der Unter­stüt­zung des Pol­ni­schen Insti­tuts in Ber­lin ein biss­chen Kul­tur unse­res Nach­bar­lan­des ken­nen­ler­nen. Am Anfang unse­res Crash­kur­ses haben wir erzählt, wel­che Erfah­run­gen und Asso­zia­tio­nen wir mit Polen haben und ob wir schon mal Polen besucht haben, wenn ja, dann wo? Danach haben wir ein biss­chen pol­nisch geübt. Vie­le Redens­ar­ten und Wör­ter kann­te ich schon, z. B. „Dzi­en dobry!“, was „Guten Tag!” bedeu­tet oder „Czesc!“ für „Hal­lo!”. Danach haben wir ver­sucht, uns auf pol­nisch vor­zu­stel­len. Die Fra­ge „Jak sie nazy­wasz?“ (Wie heißt du?) fand ich es sehr cool, zumal ich sehr oft in Polen bin und man sich viel bes­ser und auch net­ter mit den Leu­ten unter­hal­ten kann, wenn man ihre Namen kennt. Zum Schluss haben wir noch ein deutsch-pol­ni­sches Buch bekom­men, in dem die bes­ten Sehens­wür­dig­kei­ten und Tipps, sowie pol­ni­sche Voka­beln ent­hal­ten sind.

Das fand ich klasse!”

Natür­lich lässt sich in einer Stun­de nur begrenzt viel ler­nen, jedoch trat genau das ein, was erhofft wur­de: die Lust auf mehr. Mehr erfah­ren, mehr erle­ben, mehr erler­nen, mehr Polen! Ein gro­ßes Glück für unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler ist ihr Leh­rer Herr Kubi­ak, der ursprüng­lich aus Polen stammt und schon eini­ge Schü­ler­aus­tau­sche orga­ni­siert und beglei­tet hat. Wenn sich auch nur die Hälf­te des­sen, was er sich für die För­de­rung des deutsch-pol­ni­schen Aus­tauschs aus­ge­dacht hat, in die Tat umge­setzt wer­den kann, dür­fen sich alle auf eine sehr span­nen­de und auf­re­gen­de Zeit freuen.

Viel Erfolg dabei!

Oli­ver Patzer
Schul­lei­ter

Förderprogramm des Fonds der Chemischen Industrie 2021/2022

Bereits zum zwei­ten Mal seit Grün­dung der Gesamt­schu­le wer­den wir mit Mit­teln aus den Fonds der che­mi­schen Indus­trie unterstützt.

Der Ver­band der che­mi­schen Indus­trie e.V. (VCI) unter­stützt mit die­sen Mit­teln Schu­len mit aus­ge­prägt natur­wis­sen­schaft­li­chem Pro­fil, die in ihrem Unter­richt über die übli­chen Vor­ga­ben des Rah­men­lehr­plans hin­aus­ge­hen. Die erfolg­rei­che Eta­blie­rung der Natur­wis­sen­schaf­ten bis zur 13. Klas­se an unse­rer Schu­le, unse­re gute Grund­aus­stat­tung und ein kon­se­quen­ter Schwer­punkt auf Natur­wis­sen­schaf­ten in der SEK I gaben dabei den Aus­schlag. Mit der bewil­lig­ten För­de­rung kön­nen unse­re expe­ri­men­tel­len Mög­lich­kei­ten für Ver­su­che mit Säu­ren und Basen und die Mes­sung von Sau­er­stoff erwei­tert werden. 

Wir freu­en uns über die­se Wür­di­gung unse­rer erfolg­rei­chen Schul­ent­wick­lung und neh­men dies als zusätz­li­chen Ansporn, uns auch als digi­ta­le Schu­le in den Natur­wis­sen­schaf­ten kräf­tig zu verbessern. 

Oli­ver Patzer
Schul­lei­ter

Schwimmlager Lindow 2020

Das dies­jäh­ri­ge Schwimm­la­ger in Lin­dow fand vom 17. — 21. Febru­ar 2020 statt. Für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler unse­res Schul­cam­pus Königs Wus­ter­hau­sen aus den Jahr­gangs­stu­fen 3, 4 und 9 ging es mit dem Bus nach Lin­dow in das Sport- und Bil­dungs­zen­trum, in dem wir auch die­ses Jahr das Schwimm­trai­ning unter pro­fes­sio­nel­len Bedin­gun­gen und guter Ver­pfle­gung genossen.

Beglei­tet wur­den die Kin­der unse­rer Montesso­ri Grund­schu­le sowie die Jugend­li­chen unse­rer Gesamt­schu­le Königs Wus­ter­hau­sen von einem Team aus Sport­leh­re­rin­nen und ‑leh­rern, Erzie­he­rin­nen sowie zwei zusätz­li­chen Rettungsschwimmern.

Eine Woche Schwimmlager Lindow

Unse­re Schwim­me­rin­nen und Schwim­mer wur­den im Hotel, im Jugend­haus sowie im Gäs­te­haus untergebracht.

Ver­schie­de­ne Schwimm­tech­ni­ken, Tauch­fä­hig­kei­ten und Kopf­sprün­ge wur­den in der groß­zü­gi­gen Schwimm­hal­le mit 4 x 50 m‑Bahnen geübt und das eine oder ande­re Schwimm­ab­zei­chen erzielt. So gab es bei unse­ren Grundschülern:

  • 3 x Seepferdchen,
  • 11 x das Bronzeabzeichen,
  • 13 x das Sil­ber­ab­zei­chen und sogar
  • 4 x das Goldabzeichen.

Kei­ne Pra­xis ohne Theo­rie! Und so fand auch der Theo­rie­un­ter­richt in den Semi­nar­räu­men des Bil­dungs­zen­trums statt.

Freizeitangebote inklusive

Natür­lich gab es noch ande­re tol­le Din­ge zu ent­de­cken und aus­zu­pro­bie­ren. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 3. und 4. Jahr­gangs­stu­fe nutz­ten die Außen­be­rei­che, die Turn­hal­le und die Sau­na aus­gie­big. Unse­re Jugend­li­chen der 9. Jahr­gangs­stu­fe waren neben der Turn­hal­le und den Außen­be­reich auch gern im Fit­ness­raum und haben gemein­sam bei Cham­pi­ons-League-Spie­len mitgefiebert.

Eine anstren­gen­de aber erfolg­rei­che Woche für unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Wir wer­den auch im nächs­ten Jahr wie­der dabei sein.

Das Team des Schul­cam­pus Königs Wus­ter­hau­sen der FAWZ gGmbH

PS: Hier seht Ihr und sehen Sie auch die neu­en „Dienst­klei­dung“ unse­rer Sport­leh­rer und Erzieherinnen 😉

Schulcampus Königs Wusterhausen der FAWZ gGmbH_Schwimmlager Lindow 2020_Dienstkleidung unserer Sportlehrer

Geschichte muss lebendig werden – und bleiben!

Die Aula unse­rer Gesamt­schu­le Königs Wus­ter­hau­sen war gut gefüllt mit Schü­le­rin­nen und Schü­lern der 9. bis 11. Jahr­gangs­stu­fe, als Hen­ry Schacht­ner als Zeit­zeu­ge aus sei­nem Leben erzählte.

Der 80-Jäh­ri­ge war auf Ein­la­dung des regie­ren­den Bür­ger­meis­ters von Ber­lin zu Gast in der Regi­on und woll­te vor einer Schü­ler­grup­pe von sei­nen Erleb­nis­sen wäh­rend der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus erzählen. 
Eine sol­che Gele­gen­heit muss eine Schu­le nut­zen, wenn sie Geschich­te leben­dig erzäh­len will. Zugleich ist eine fun­dier­te Aus­ein­an­der­set­zung mit dem dun­kels­ten Kapi­tel der deut­schen Geschich­te ins­be­son­de­re in Zei­ten, in denen Popu­lis­mus und Rechts­extre­mis­mus wie­der an Boden gewin­nen, notwendig.

Ein Zeitzeuge berichtet

Als jüdi­sches Klein­kind erleb­te Hen­ry Schach­ter – des­sen gebür­ti­ger Vor­na­me Ari­el ist – mit, wie sei­ne Fami­lie vor den Natio­nal­so­zia­lis­ten flie­hen muss­te. Es war eine Odys­see, die nach der Reichs­po­grom­nacht am 9./10. Novem­ber 1938 begann. Sie führ­te von Frank­furt (Main) über Polen nach Bel­gi­en. Dort, getrennt von sei­nen Eltern, über­leb­te er den Holo­caust in einem Ver­steck. Sei­ne Mut­ter starb in einem Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger an Typhus, sein Vater wur­de bei einem Flucht­ver­such wäh­rend des Todes­mar­sches aus dem Ver­nich­tungs­la­ger Ausch­witz kurz vor der Befrei­ung des Lagers durch die Rote Armee getötet.

Der heu­te in Groß­bri­tan­ni­en leben­de Hen­ry Schach­ter war in Beglei­tung sei­ner Toch­ter gekom­men. Er for­der­te unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler her­aus, indem er sei­ne Aus­füh­run­gen nahe­zu aus­schließ­lich auf Eng­lisch dar­bot. Doch nach eige­nem Bekun­den stell­te dies für die­se kein Pro­blem dar. Auf­grund des straf­fen Rei­se­pro­gramms von Herrn Schach­ter blieb am Ende wenig Zeit, um ver­tie­fen­de Fra­gen zu stel­len. Doch die Reak­tio­nen der Schü­le­rin­nen und Schü­ler zeig­ten, dass sie von dem beweg­ten Leben Schach­ters beein­druckt waren.

Herr Rietzl
stell­ver­tre­ten­der Schulleiter

Ergän­zend und pas­send zu Hen­ry Schach­ters Geschich­te möch­ten wir das Gedicht von Mar­tin Niem­öl­ler anfügen:

Als die Nazis die Kom­mu­nis­ten hol­ten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozi­al­de­mo­kra­ten ein­sperr­ten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerk­schaf­ter hol­ten, habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich hol­ten, gab es kei­nen mehr, der pro­tes­tie­ren konnte.

Mar­tin Niem­öl­ler, dt. evang. Theo­lo­ge (1892–1984)

Großer Arbeitseinsatz auf dem Schulcampus Königs Wusterhausen der FAWZ gGmbH

Vor den Oster­fe­ri­en haben Schü­le­rin­nen und Schü­ler, Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen sowie Eltern und Ange­hö­ri­ge unse­res Schul­cam­pus Königs Wus­ter­hau­sen bei einem gro­ßen Arbeits­ein­satz über zwei Tage mitgewirkt.

Verschönerung unseres Schulgeländes in 2 Tagen

Mit ver­ein­ten Kräf­ten haben sie alle an einem Frei­tag und Sams­tag das Schul­ge­län­de anläss­lich des bevor­ste­hen­den 5‑jährigen Jubi­lä­ums unse­rer Gesamt­schu­le und des 10-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums unse­rer Montesso­ri Grund­schu­le verschönert.

Das zahl­rei­che Erschei­nen und die aus­dau­ern­de Tätig­keit aller Betei­lig­ten ver­hal­fen den Teams, einen Groß­teil der geplan­ten Arbei­ten erfolg­reich umzu­set­zen und auch weit­ge­hend abzuschließen.

Um all die­se Arbei­ten zu bewerk­stel­li­gen waren vor allem die Eltern nicht nur bereit Arbeits­ma­te­ria­li­en, ‑gerä­te sowie ‑maschi­nen und die eige­ne Arbeits­kraft zur Ver­fü­gung zu stel­len, son­dern auch wert­vol­le Urlaubstage

In kur­zer Zeit ist dadurch bei­spiels­wei­se ein über­dach­ter Unter­stand ent­stan­den. Das schnel­le Vor­an­brin­gen die­ser Arbei­ten haben wir u. a. dem Ein­satz eines Rad­la­ders zu ver­dan­ken. Die­sen spon­ser­te eine Fami­lie, die bereits zum wie­der­hol­ten Male Arbeits­ma­te­ria­li­en bereitstellte.
Eine wei­te­re Fami­lie hat Con­tai­ner zur Ver­fü­gung gestellt sowie sich für die Über­nah­me der Ent­sor­gung der Gar­ten­ab­fäl­le bereit erklärt. Zwei wei­te­re Fami­li­en (eine aus der Grund­schu­le, eine aus der Gesamt­schu­le) haben uns Find­lin­ge gelie­fert. Zwei Eltern haben uns an bei­den Tagen unter­stützt und dafür teil­wei­se sogar Urlaub genommen.

 

Danksagung an alle Beteiligten

Unser Dank gilt neben den eben genann­ten auch fol­gen­den Unterstützern:

  • dem För­der­ver­ein der Montesso­ri Grund­schu­le und Gesamt­schu­le: Er spen­de­te ein Indianertipi.
  • dem Bun­des­forst: Sie spen­dier­ten 60 Meter Baum­stäm­me. Aus der Zusam­men­ar­beit ergibt sich sogar eine län­ger­fris­ti­ge Kooperation.
  • der Fir­ma Kel­ler: Ihnen ist der Trans­port der Baum­stäm­me zu verdanken.
  • der Fir­ma Born: Sie haben Erde und Sand geliefert.
  • der Fir­ma Nusche: Die Flei­sche­rei hat den Ein­satz kuli­na­risch ver­sorgt und vor Ort das Essen verteilt.
  • der Geschäfts­lei­tung der FAWZ gGmbH: Sie über­nahm u. a. die Kos­ten für die Anschaf­fung der Pflanzen.

Die Pla­nung und Koor­di­na­ti­on der Arbei­ten haben sich unse­re bei­den Haus­meis­ter, Herr Beyes und Herr Hütt­ner, zur Auf­ga­be gemacht.

Ein solch außer­or­dent­li­ches Enga­ge­ment hat sogar das Team unse­res Schul­cam­pus Königs Wus­ter­hau­sen über­rascht. Wir möch­ten an die­ser Stel­le noch ein­mal einen beson­de­ren Dank an alle hel­fen­den Hän­de aus­ge­spro­chen, denn auch unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler haben kräf­tig mitangepackt.

Ergebnisse des zweitägigen Arbeitseinsatzes

Es hat sich viel getan in nur zwei Tagen. Als größ­te Ver­än­de­run­gen sind entstanden:

  • eine über­dach­te Auf­ent­halts- und War­te­mög­lich­keit im Ein­gangs­be­reich des Gelän­des für unse­re Schü­le­rin­nen und Schüler,
  • ein gro­ßes stoff­be­spann­tes Indianertipi,
  • Netz­an­la­gen für Vol­ley­ball und Badminton,
  • Hecken und Bäum­chen sowie
  • Rasen­flä­chen (beson­ders im Eingangsbereich).

Beson­ders die fri­schen Pflan­zun­gen las­sen erah­nen, in welch‘ schö­ner Umge­bung wir ler­nen und arbei­ten. Auch im Sin­ne des Wohl­füh­lens und des Gemein­schafts­ge­fühls sind der­ar­ti­ge Akti­vi­tä­ten ein gro­ßer Gewinn.

Die Teams unse­rer Grund- und Gesamt­schu­le und bedan­ken sich an die­ser Stel­le noch ein­mal bei Ihnen allen für Ihren uner­müd­li­chen Ein­satz und Ihre tat­kräf­ti­ge Unterstützung! 
Ohne das Enga­ge­ment aller wäre die Umset­zung der Vor­ha­ben nicht rea­li­sier­bar gewe­sen. Vie­len herz­li­chen Dank!

Schulcampus Königs Wusterhausen entwickelt sich

Das Bild, das unser Schul­ge­bäu­de und Außen­ge­län­de nun abge­ben, spricht für sich.  Das Schul­ge­län­de unse­res Schul­cam­pus Königs Wus­ter­hau­sen hat sich mit den umge­set­zen Arbei­ten deut­lich nach vorn entwickelt.

Das Team des Schul­cam­pus Königs Wus­ter­hau­sen der FAWZ gGmbH

Achtklässler üben sich im Rugby

Zum dies­jäh­ri­gen Exkur­si­ons­tag am 26. Febru­ar wur­den an unse­rer Gesamt­schu­le Königs Wus­ter­hau­sen neue Wege beschrit­ten: In die­sem Jahr ging es für unse­re Acht­kläss­ler nicht wie gewohnt mit Bus und Bahn zu einem Ziel in der Umge­bung, son­dern nur bis zur eige­nen Sporthalle.

Erste Erfahrungen in neuer Sportart Rugby

Hier hat­ten unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler die Gele­gen­heit, die Sport­hal­le ein­mal einen Tag ganz für sich allein zu nut­zen. Unser Sport­leh­rer, Herr Blu­men­tritt, hat­te mit Rob­by Leh­mann den Lan­des­trai­ner im Rug­by ein­ge­la­den. Im Rah­men eines Tages­work­shops aus Theo­rie und Pra­xis brach­te er unse­ren Schü­le­rin­nen und Schü­lern den inter­es­san­ten und unge­wöhn­li­chen Rug­by­sport näher. Ent­ge­gen der land­läu­fi­gen Mei­nung rich­tet sich die­ser Sport nicht nur an Jun­gen. Bei der Jagd um Punk­te kommt es neben Kraft und Schnel­lig­keit vor allem auf Geschick­lich­keit, Spiel­witz und tak­ti­sches Ver­ständ­nis an. Gera­de hier soll­ten sich unse­re Mäd­chen im Ver­lauf des Tages als min­des­tens eben­bür­tig erweisen.

Eine Schü­le­rin berich­tet von die­sem ereig­nis­rei­chen Tag.

Erfahrungsbericht einer Achtklässlerin

Am Diens­tag, dem 26. Febru­ar, hat­ten wir mit der gesam­ten Klas­sen­stu­fe der 8. Klas­sen einen Exkur­si­ons­tag in die Welt des Rug­bys. Bevor die Trai­ner anka­men haben wir ein gemein­sa­mes Früh­stück im Klas­sen­raum ver­an­stal­tet, um uns für den bevor­ste­hen­den Tag zu stär­ken. Nach dem Früh­stück tra­fen die Trai­ner ein. In einem bereits vor­be­rei­te­ten Raum kamen wir zunächst mit den Trai­nern ins Gespräch. Sie erfrag­ten unse­re Vor­kennt­nis­se zum The­ma Rug­by. Anhand eini­ger Kurz­fil­me wur­de uns vor­ge­stellt, wie ein Rug­by­spiel abläuft, wel­che Regeln gel­ten und wel­che  Beson­der­hei­ten das Spiel im Ver­gleich zu ande­ren Ball­sport­ar­ten auf­weist. Auch erfuh­ren wir eini­ges über den Ursprung und die Geschich­te die­ses Sports.

Nach der Theo­rie­ein­heit gin­gen die Trai­ner mit uns in die Turn­hal­le, um uns Rug­by im prak­ti­schen Sin­ne bei­zu­brin­gen. Los ging es mit eini­gen Übun­gen, um den Team­geist zu stär­ken. Auch Kraft­übun­gen gehör­ten zum Auf­wärm­pro­gramm. Nach der Erwär­mung wur­den wir in zwei Grup­pen ein­ge­teilt. Die ers­te Grup­pe beschäf­tig­te sich mit dem Abblo­cken von Geg­nern, indem ein Schü­ler auf einen ande­ren zuläuft und dabei ver­sucht, an ihm vor­bei­zu­kom­men ohne den Rug­by zu ver­lie­ren. Der ver­tei­di­gen­de Schü­ler muss den ande­ren am Durch­bruch hin­dern und ver­su­chen, ihm den Ball abzu­neh­men. Die zwei­te Grup­pe hat sich mit dem „Kon­takt“ beschäf­tigt. Dabei ging es dar­um, einen Dum­my mit so viel Wucht wie mög­lich zu tref­fen. Die­se Übung dient dazu, den Geg­ner mög­lichst effek­tiv dar­an zu hin­dern, sich der eige­nen End­zo­ne zu nähern.

Nach eini­gen tech­ni­schen Übun­gen zur Ver­bes­se­rung der Ball­si­cher­heit ging es um die Schu­lung der Fähig­kei­ten im Spiel. In ver­schie­de­nen Spiel­for­men muss­ten wir als Team unter­schied­li­che Auf­ga­ben lösen. Dabei näher­ten wir uns dem Ziel­spiel immer wei­ter an. Zum Abschluss hat­ten wir einen Par­cours zu bewäl­ti­gen. Hier­bei ging es dar­um, einen Rug­by mit dem Fuß so nahe wie mög­lich an Stan­gen her­an­zu­schie­ßen. In mei­ner Grup­pe beleg­te ich den 2. Platz.

Am Ende erhiel­ten wir end­lich die Mög­lich­keit, im Spiel gegen­ein­an­der unter Beweis zu stel­len, was wir gelernt haben. Wir teil­ten uns in drei Teams ein und tra­ten gegen­ein­an­der an. Dabei hat­ten wir eini­ge Minu­ten Zeit, um so vie­le Punk­te wie mög­lich zu machen.

Ich fand die­sen Tag sehr span­nend, inter­es­sant, aber auch ziem­lich anstrengend. 

Pau­la
Schü­le­rin der Klas­se 8.1

Praxislernen unserer Achtklässler

Gesamtschule Königs Wusterhausen_Praxislernen der Achtklässler_2019_6Praxislernwoche in der ZAL Wildau

Unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 8. Jahr­gangs­stu­fe ver­brach­ten im Rah­men des Pra­xis­ler­nens die ers­te von zwei Wochen in den Räum­lich­kei­ten und Werk­stät­ten der ZAL Wildau. In den Berei­chen Haus­ar­beit, Pfle­ge, Maler­hand­werk, Holz- und Metall­hand­werk sam­mel­ten sie wert­vol­le Ein­drü­cke und Erfahrungen.

An unse­rer Gesamt­schu­le mit gym­na­sia­ler Ober­stu­fe Königs Wus­ter­hau­sen ist das Pra­xis­ler­nen in Klas­se 8 fes­ter Bestand­teil der Berufsorientierung.

Handgriffe in der Pflege und Hauswirtschaft

Im Bereich Pfle­ge muss­ten sie bei­spiels­wei­se ein Kran­ken­zim­mer her rich­ten und rei­ni­gen. Im Bereich Haus­ar­beit wur­den Fähig­kei­ten wie Bügeln und das Zusam­men­le­gen von Klei­dungs­stü­cken, Put­zen von Glas­flä­chen und das Annä­hen von Knöp­fen mit viel Aus­dau­er und Geduld eingeübt. 
Die Mit­ar­bei­ter der ZAL Wildau beglei­te­ten die Jugend­li­chen dabei stets. Abschlie­ßend setz­ten sich unse­re Acht­kläss­ler mit den im hei­mi­schen Haus­halt gän­gi­gen Pfle­ge- und Gefahr­stoff­sym­bo­len auseinander.

Gute und sehr gute Ergebnisse im Malerhandwerk

Im hand­werk­li­chen Bereich des Malers erhiel­ten unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler unter ande­rem die Auf­ga­be, Wän­de zum Tape­zie­ren vor­zu­be­rei­ten, mit neu­er Tape­te zu ver­se­hen und anschlie­ßend mit krea­ti­ven Wand­mo­ti­ven zu gestal­ten. Hier zeig­te sich, dass eine gute Vor­be­rei­tung das Ergeb­nis maß­geb­lich beein­flusst. Neben dem Umgang mit Zoll­stock, Maler­band und Was­ser­waa­ge ging es auch dar­um, genau mit dem Pin­sel zu arbei­ten. Vor allem an schwer zugäng­li­chen Stel­len bewie­sen unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler erstaun­li­ches Geschick und kamen, wie die Betreu­er bestä­tig­ten, regel­mä­ßig zu guten bis sehr guten Ergebnissen.

Austausch mit Azubis

In der gro­ßen Werk­hal­le tra­fen unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf vie­le Aus­zu­bil­den­de aus Beru­fen der Holz- und Metall­ver­ar­bei­tung. Hier nutz­ten vie­le die Chan­ce mit den jun­gen Leu­ten ins Gespräch zu kom­men, sich die viel­fäl­ti­gen Maschi­nen und Werk­zeu­ge zei­gen zu las­sen und sich etwas über Anfor­de­run­gen und Aus­bil­dungs­in­hal­te berich­ten zu lassen.

Selbstgebaute Werkstücke aus Metall und Holz

Im Bereich Metall und Holz ging es dann auch gleich an das Bau­en und Her­stel­len von Werk­stü­cken. Nach einer zuvor erstell­ten maß­stabs­ge­treu­en Zeich­nung wur­de etwa aus einem Block Metall in mehr­stün­di­ger Arbeit ein funk­ti­ons­tüch­ti­ger Fla­schen­öff­ner. Wer woll­te, konn­te auch noch sei­nen Namen oder sei­ne Initia­len ein­gra­vie­ren. Nach dem Polie­ren wur­den die Werk­stü­cke von den Azu­bis der ZAL Wildau, die auch tat­kräf­tig bei der Her­stel­lung unter­stüt­zen, begut­ach­tet und abgenommen. 
Bei der Holz­be­ar­bei­tung gleich neben­an wur­den Han­dy­stüt­zen her­ge­stellt. Hier hat­ten unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler die Wahl zwi­schen ver­schie­de­nen Moti­ven. Mit Laub­sä­ge, Ras­pel und Fei­le wur­de solan­ge gewer­kelt, bis ein funk­ti­ons­tüch­ti­ges Modell ent­stan­den war. Auch hier­bei zeig­ten die Jugend­li­chen sehr viel Aus­dau­er und Begeisterung.

Fazit zum Praxislernen

Am Ende mel­de­ten unse­re Acht­kläss­ler in der Aus­wer­tungs­run­de zurück, dass ihnen vor allem die hand­werk­li­chen Ange­bo­te wie Farb- und Raum­ge­stal­tung sowie der Holz- und Metall­bau Freu­de berei­tet haben. Den­noch haben sie bemerkt, dass auch Fer­tig­kei­ten wie Nähen oder Bügeln im All­tag von Bedeu­tung sein kön­nen und des­halb auch ver­mit­telt wer­den sollten.

Unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler sehen schon der 2. Woche des Pra­xis­ler­nens mit Freu­de ent­ge­gen. Dann wer­den sie die ver­blei­ben­den zwei Sta­tio­nen, an denen die jewei­li­gen Grup­pen in der ers­ten Woche noch nicht gear­bei­tet hat­ten, durchlaufen. 
Am Ende des Pra­xis­ler­nens hat somit jeder Schü­ler und jede Schü­le­rin alle Berei­che kennengelernt.

Wir sind gespannt auf die 2. Runde…

Herr Pat­zer
Schul­lei­ter

FAWZ_Foerderhinweis INISEK I-Projekte_EU_MBJS_LB_AA_INISEK I_Schuljahr 2018-19

Klasse 10.1 sitzt im „Ballon“

Unser Ausflug ins Kino vom 28. November 2018

Wir haben uns den Film „Bal­lon“ im Ber­li­ner Cine­Star am Alex­an­der­platz ange­se­hen. Die­ser passt the­ma­tisch zu unse­rem Geschichts­un­ter­richt, da wir uns zur­zeit mit der The­ma­tik der DDR beschäftigen.

In dem Film wur­de das see­li­sche Befin­den der Per­so­nen sehr gut ver­mit­telt, außer­dem wur­den his­to­ri­sche Per­so­nen und Zusam­men­hän­ge gezeigt. Es ging um zwei Fami­li­en (zwei Kin­der, Mut­ter und Vater und eine ande­res Paar mit zwei Kin­dern), die aus dem Osten in den Wes­ten flüch­ten woll­ten. Der Plan die­ser Fami­lie war, selbst einen Heiß­luft­bal­lon zu bau­en, um mit die­sem in einer Nacht in den Wes­ten zu fliegen.

Der ers­te Ver­such zu flüch­ten, ist der Fami­lie nicht gelun­gen. Aller­dings mach­ten sie die Staats­si­cher­heit auf sich auf­merk­sam. Die­se such­te anschlie­ßend nach ihnen. In die­ser Zeit bau­ten die Fami­li­en einen zwei­ten Heiß­luft­bal­lon. Dabei muss­ten sie aber vor­sich­tig sein, um nicht auf­zu­fal­len. Als der Bal­lon fer­tig war, wag­ten sie einen erneu­ten Flucht­ver­such. Als die Staats­si­cher­heit an ihrer Tür klin­geln woll­te, waren sie bereits fort­ge­fah­ren, um den Bal­lon vor­zu­be­rei­ten und mit ihm weg­zu­flie­gen. Wäh­rend­des­sen betrieb der Chef der Staats­si­cher­heit einen sehr gro­ßen Auf­wand, um die Fami­li­en ein­zu­fan­gen. Als die Fami­li­en in der Luft waren, ent­deck­te die Sta­si sie, dann jedoch ging der Gas­vor­rat dem Ende zu und sie stürz­ten erneut ab.

Glück­li­cher­wei­se über­leb­ten es alle. Als die Män­ner her­aus­fin­den woll­ten wo sie sind, tra­fen sie auf einer Wald­stra­ße auf Poli­zis­ten. Sie frag­ten wo sie sind und dann beka­men sie die Ant­wort, dass sie im Wes­ten sei­en. Die Fami­li­en waren sehr froh, es geschafft zu haben und fin­gen ein neu­es Leben an.

Dies war einer von vie­len Flucht­ver­su­chen aus der DDR. Doch nicht alle waren erfolg­reich, es for­der­te vie­le Tote. Im Geschichts­un­ter­richt beschäf­ti­gen wir uns nun mit miss­lun­ge­nen Flucht­ver­su­chen, die mit dem Tod ende­ten. Jeder sucht sich ein Opfer aus und beschreibt sei­ne Flucht und des­sen Schick­sal genau.

Fazit
Mir hat die­ser Film sehr gut gefal­len, da wir das Wis­sen, das wir bereits hat­ten, wie­der auf­ru­fen konn­ten und wir noch ein Bild davon bekom­men haben, wie die Leu­te sich fühlten.

Karo­li­ne
Klas­se 10.1

Unterwegs auf Wikipedia

Auf dem Weg zur digi­ta­len Schu­le hat sich unse­re Gesamt­schu­le mit gym­na­sia­ler Ober­stu­fe Königs Wus­ter­hau­sen zum Ziel gesetzt, im Bereich Medi­en­bil­dung aktiv zu werden.

Workshops zur Medienbildung

Im Rah­men drei­er Work­shops ging es am 20. Novem­ber 2018 an unse­rer Gesamt­schu­le um die Grund­la­gen wis­sen­schaft­li­chen Arbei­tens. Dies ist u. a. inso­fern von beson­de­rem Inter­es­se, als dass die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der ver­schie­de­nen Klas­sen­stu­fen aktu­ell und zukünf­tig vor der Auf­ga­be ste­hen, Fach- bzw. Semi­nar­ar­bei­ten zu selbst gewähl­ten The­men zu verfassen.

Nach­dem The­ma und Men­tor bestimmt sind, stellt sich auf dem Weg zum Ziel die Fra­ge nach Mög­lich­kei­ten der Infor­ma­ti­ons­be­schaf­fung. Hier zeig­te sich schnell, dass sehr vie­le Wege zum Ziel füh­ren – die Suche im Inter­net ist bei wei­tem nicht der Ein­zi­ge. Fami­lie ein­be­zie­hen, Leu­te befra­gen, Orte auf­su­chen und Füh­run­gen mit­ma­chen oder Biblio­the­ken besu­chen sind nur ein­zel­ne Mög­lich­kei­ten.  Von beson­de­rem Inter­es­se war an die­sem Tag jedoch der Weg über die digi­ta­len Medien.

Wikipedia – Möglichkeiten und Grenzen

Pri­vat­do­zent Andre­as Paul schul­te Schü­le­rin­nen und Schü­ler unse­rer Klas­sen­stu­fen 9 und 11 im Umgang mit dem Medi­um Inter­net, spe­zi­ell mit der Platt­form Wikipedia.

Wie die Zuhö­rer erfuh­ren, ist das Wort eine Zusam­men­set­zung aus dem Sub­stan­tiv Wiki, hawai­ia­nisch: wiki­wi­ki (= schnell) und der Endung ‑pedia, einem Wort­be­stand­teil aus dem eng­li­schen Wort ency­clo­pe­dia. Doch auch, wenn Wiki­pe­dia schnel­le Ant­wor­ten ver­heißt, gilt es, sich bewusst mit media­len Inhal­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen. Anhand ver­schie­de­ner Bei­spie­le, Zei­tungs­ar­ti­kel, Film­bei­trä­ge und Rol­len­spie­le wur­den den Schü­le­rin­nen und Schü­lern auf ver­schie­dens­te Art und Wei­se die viel­fäl­ti­gen Mög­lich­kei­ten, aber auch die Gren­zen der Platt­form vor Augen geführt. Was blieb, ist die Erkennt­nis, dass ein kri­ti­scher Umgang mit Infor­ma­tio­nen sehr wich­tig ist.

Herr Rietzl
Stell­ver­tre­ten­der Schulleiter