Digital die Krise meistern — Homeschooling an der Gesamtschule Königs Wusterhausen

Aktu­ell ste­hen auf­grund der jüngs­ten Ent­wick­lun­gen und poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen vie­le Schu­len vor der Fra­ge, auf wel­che Wei­se Unter­richt gestal­tet wer­den kann, wenn direk­ter Kon­takt zwi­schen Schü­le­rin­nen und Schü­lern sowie Lehr­kräf­ten nicht mög­lich ist. Die Ant­wort: Digi­ta­les Home­schoo­ling.

Gesamtschule Königs Wusterhausen startet digitalen Unterricht

An unse­rer Gesamt­schu­le Königs Wus­ter­hau­sen der FAWZ gGmbH begann mit Tag 1 der Schul­schlie­ßung der voll­stän­dig digi­ta­le Unter­richt. Auch wir betra­ten damit schu­li­sches Neu­land, sind jedoch bes­tens gerüs­tet: Alle unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler sowie das päd­ago­gi­sche Per­so­nal ver­fü­gen über digi­ta­le End­ge­rä­te in Form von Note­books, die sie mit nach Hau­se neh­men kön­nen, sowie über die not­wen­di­gen Grund­kennt­nis­se zur Bedie­nung und Bewe­gung im digi­ta­len Raum. Bereits seit Län­ge­rem fließt der Umgang mit den Rech­nern in die täg­li­che Unter­richts­pra­xis ein. Vie­le Mög­lich­kei­ten wie zum Bei­spiel die Nut­zung digi­ta­ler Pinn­wän­de zum Bereit­stel­len und Tei­len von Infor­ma­tio­nen wur­den bereits gemein­sam erprobt. Dies schafft in der aktu­el­len Situa­ti­on nun die not­wen­di­ge Sicher­heit.

In den zurück­lie­gen­den Tagen haben wir uns im Team bera­ten, wie wir den digi­ta­len Unter­richt best­mög­lich für alle Betei­lig­ten rea­li­sie­ren kön­nen. Wir haben den Anspruch unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler nach allen Kräf­ten umfas­send wei­ter zu unter­rich­ten. Wir haben Ide­en gesam­melt, Inter­net­an­ge­bo­te vor­ge­stellt und Detail­lö­sun­gen bespro­chen. Fest steht: Bei die­ser digi­ta­len Form des Unter­rich­tens bekom­men die Ler­nen­den jede Men­ge Ver­ant­wor­tung für ihr eige­nes Ler­nen über­tra­gen. Wir haben hier jedoch, und dar­in sind sich alle Betei­lig­ten einig, vol­les Ver­trau­en in unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler.

Hausaufgaben-Portal sichert Homeschooling

Als die Ent­schei­dung zur Schul­schlie­ßung näher rück­te, hat unser Schul­trä­ger, die Fürs­ten­wal­der Aus- und Wei­ter­bil­dungs­zen­trum gGmbH (FAWZ gGmbH), sehr schnell reagiert. Die Sys­tem­ad­mi­nis­tra­to­ren des Unter­neh­mens haben ein soge­nann­tes Haus­auf­ga­ben-Por­tal auf der Web­sei­te des Trä­gers (www.fawz.de) bereit­ge­stellt. Auf die­ser Platt­form sind alle Arbeits­ma­te­ria­li­en, Auf­trä­ge sowie wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen und Hin­wei­se für unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler hin­ter­legt.

Zusätz­lich zu den, durch die Lehr­kräf­te gestell­ten, Mate­ria­li­en hat sich der Trä­ger dazu ent­schie­den, den Lehr­kräf­ten und allen Ler­nen­den kos­ten­frei den Zugang zu einer digi­ta­len Medi­en­platt­form zu ermög­li­chen. Hier war­ten fun­dier­te Lehr­fil­me mit Begleit­ma­te­ria­li­en zu allen Fächern und vie­len The­men. Wer sagt, dass Ler­nen nicht auch Spaß machen darf?

Homeoffice für Schüler – Eigenständigkeit auf Probe

Unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler arbei­ten grund­sätz­lich ihrem Stun­den­plan ent­spre­chend. Damit alle Betei­lig­ten den Über­blick behal­ten, füh­ren sie eigen­stän­dig ein Lern­ta­ge­buch. Das Beson­de­re ist, dass die Schü­le­rin­nen und Schü­ler, anders als im nor­ma­len Schul­be­trieb, auch ein­mal vom gewohn­ten Ablauf abwei­chen und die Rei­hen­fol­ge der Bear­bei­tung der Auf­trä­ge indi­vi­du­ell wäh­len kön­nen. Auch die Zeit tei­len sie sich inner­halb der Woche frei ein. Damit erhal­ten sie einen Ein­blick dar­in was es heißt, im „Home­of­fice“ zu arbei­ten. Auch dies ist eine wert­vol­le Erfah­rung. Egal jedoch wie sie sich ent­schei­den: Unse­re Lehr­kräf­te sowie unser schul­ei­ge­ne Sys­tem­ad­mi­nis­tra­tor ste­hen ihnen unter­stüt­zend zur Sei­te. Sie sind täg­lich per E‑Mail über ihre dienst­li­chen E‑Mail-Adres­sen, die übri­gens auf jeder Web­sei­te unse­rer FAWZ-Schu­len ver­füg­bar sind, für unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler sowie Eltern erreich­bar. Gege­be­nen­falls lässt sich so auch ein Tele­fo­nat ver­ein­ba­ren. Sicher­heit gibt auch, dass unse­re Schu­le auch wei­ter­hin täg­lich durch päd­ago­gi­sches Per­so­nal besetzt sein wird.

Unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit dem För­der­schwer­punkt Ler­nen erhal­ten eine indi­vi­du­el­le Betreu­ung durch unse­re Son­der­päd­ago­gin, Frau Gaen­ge. Sie unter­stützt in die­ser schwie­ri­gen Zeit nach Kräf­ten, auch tele­fo­nisch.

Wie lang die aktu­el­le Lage auch anhal­ten wird: Wir sind zuver­sicht­lich, die schu­li­sche Betreu­ung unse­rer Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf einem hohen Niveau sicher­stel­len zu kön­nen.  

Oli­ver Pat­zer
Schul­lei­ter

Homeoffice für unsere Schülerinnen und Schüler

Lie­be Schü­le­rin­nen und Schü­ler,
lie­be Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen,

seit Mitt­woch, dem 18. März 2020, sind auf­grund der aktu­el­len Coro­na-Kri­se bun­des­weit alle Bil­dungs­ein­rich­tun­gen vor­erst bis zum Ende der Oster­fe­ri­en (bis zum 19. April 2020) geschlos­sen. Aber wir blei­ben am Ball.

Und für Euch geht es für jetzt ins Home­of­fice!

Homeoffice dank Digitalisierung – Schule von zu Hause

Damit der Unter­richt wäh­rend der Schließ­zeit der Schu­le nicht aus­fällt haben wir eine digi­ta­le Lösung geschaf­fen: das Haus­auf­ga­ben-Por­tal!

Zum Haus­auf­ga­ben-Por­tal der FAWZ gGmbH

Eure Lehrerinnen und Lehrer sind erreichbar!

Ihr habt Fra­gen zu Euren Auf­ga­ben? Ihr könnt Euch direkt mit Euren Leh­re­rin­nen und Leh­rern per E‑Mail in Ver­bin­dung set­zen. Die E‑Mail-Adres­sen unse­rer Lehr­kräf­te fin­det Ihr hier.

Wir wün­schen allen viel Erfolg!

Und das Wich­tigs­te: Bleibt alle gesund!

Das Team der Gesamt­schu­le mit gym­na­sia­ler Ober­stu­fe Königs Wus­ter­hau­sen
der FAWZ gGmbH

Schwimmlager Lindow 2020

Das dies­jäh­ri­ge Schwimm­la­ger in Lin­dow fand vom 17. — 21. Febru­ar 2020 statt. Für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler unse­res Schul­cam­pus Königs Wus­ter­hau­sen aus den Jahr­gangs­stu­fen 3, 4 und 9 ging es mit dem Bus nach Lin­dow in das Sport- und Bil­dungs­zen­trum, in dem wir auch die­ses Jahr das Schwimm­trai­ning unter pro­fes­sio­nel­len Bedin­gun­gen und guter Ver­pfle­gung genos­sen.

Beglei­tet wur­den die Kin­der unse­rer Montesso­ri Grund­schu­le sowie die Jugend­li­chen unse­rer Gesamt­schu­le Königs Wus­ter­hau­sen von einem Team aus Sport­leh­re­rin­nen und ‑leh­rern, Erzie­he­rin­nen sowie zwei zusätz­li­chen Ret­tungs­schwim­mern.

Eine Woche Schwimmlager Lindow

Unse­re Schwim­me­rin­nen und Schwim­mer wur­den im Hotel, im Jugend­haus sowie im Gäs­te­haus unter­ge­bracht.

Ver­schie­de­ne Schwimm­tech­ni­ken, Tauch­fä­hig­kei­ten und Kopf­sprün­ge wur­den in der groß­zü­gi­gen Schwimm­hal­le mit 4 x 50 m‑Bahnen geübt und das eine oder ande­re Schwimm­ab­zei­chen erzielt. So gab es bei unse­ren Grund­schü­lern:

  • 3 x See­pferd­chen,
  • 11 x das Bron­ze­ab­zei­chen,
  • 13 x das Sil­ber­ab­zei­chen und sogar
  • 4 x das Gold­ab­zei­chen.

Kei­ne Pra­xis ohne Theo­rie! Und so fand auch der Theo­rie­un­ter­richt in den Semi­nar­räu­men des Bil­dungs­zen­trums statt.

Freizeitangebote inklusive

Natür­lich gab es noch ande­re tol­le Din­ge zu ent­de­cken und aus­zu­pro­bie­ren. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 3. und 4. Jahr­gangs­stu­fe nutz­ten die Außen­be­rei­che, die Turn­hal­le und die Sau­na aus­gie­big. Unse­re Jugend­li­chen der 9. Jahr­gangs­stu­fe waren neben der Turn­hal­le und den Außen­be­reich auch gern im Fit­ness­raum und haben gemein­sam bei Cham­pi­ons-League-Spie­len mit­ge­fie­bert.

Eine anstren­gen­de aber erfolg­rei­che Woche für unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Wir wer­den auch im nächs­ten Jahr wie­der dabei sein.

Das Team des Schul­cam­pus Königs Wus­ter­hau­sen der FAWZ gGmbH

PS: Hier seht Ihr und sehen Sie auch die neu­en „Dienst­klei­dung“ unse­rer Sport­leh­rer und Erzie­he­rin­nen 😉

Schulcampus Königs Wusterhausen der FAWZ gGmbH_Schwimmlager Lindow 2020_Dienstkleidung unserer Sportlehrer

Exkursionstag ins ehemalige Stasigefängnis

Am Diens­tag, dem 25. Febru­ar 2020, besuch­ten wir, die Klas­se 10.1, in Beglei­tung unse­rer Klas­sen­leh­re­rin Frau Pat­zer und dem stell­ver­tre­ten­den Schul­lei­ter Herrn Rietzl das ehe­ma­li­ge Staats­si­cher­heits­ge­fäng­nis (kurz Sta­si­ge­fäng­nis) der DDR in der Lin­den­stra­ße in Pots­dam.

Ehemaliges Stasigefängnis in Potsdam

Vor Ort erhiel­ten wir eine kur­ze Rund­füh­rung durch die Ein­rich­tung, in der uns die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen aus­führ­lich geschil­dert wur­den. Neben Unter­su­chungs­zel­len, Ver­hör­räu­men und dem Außen­be­reich durf­ten wir uns auf ein Inter­view mit einer Zeit­zeu­gin freu­en.

Im Interview mit einer Zeitzeugin

Car­la Ott­mann, die Zeit­zeu­gin, war bereit, auf alle Fra­gen unse­rer Schü­le­rin­nen und Schü­ler ein­zu­ge­hen und die­se offen zu beant­wor­ten.
Im Ver­lauf des Inter­views erfuh­ren wir vie­le neue und teil­wei­se auch scho­ckie­ren­de Din­ge. Frau Ott­mann war selbst in Unter­su­chungs­haft in Ber­lin-Pan­kow, da sie ihrer Schwes­ter bei einem Flucht­ver­such half. Wäh­rend ihrer Haft, so berich­te­te sie, wur­de sie zu einer Num­mer. Ihre Ehe zer­brach. Heu­te ist sie sehr enga­giert, Jugend­li­chen als Zeit­zeu­gin von ihren Erfah­run­gen zu berich­ten.

Dank der guten Vor­be­rei­tung durch unse­ren Geschichts­leh­rer, Herrn Rietzl, fiel es uns leicht, das Gespräch flie­ßend fort­zu­füh­ren.

Unse­re Klas­se 10.1 bedankt sich herz­lich bei der Schul­lei­tung und den beglei­ten­den Fach­leh­rern für die Ermög­li­chung des Aus­flu­ges.

Ein wei­te­rer Dank gilt auch Frau Ott­mann, die trotz ihres Schick­sals so offen mit uns über das The­ma reden konn­te.

Anna, Luci­en­ne und Tim
Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­se 10.1

Gesundheit geht vor!

Lie­be Eltern, lie­be Schü­le­rin­nen und Schü­ler,

auf­grund der aktu­el­len Medi­en­un­ru­he wid­men auch wir uns dem The­ma Coro­na­vi­rus.

Sie erhal­ten dazu heu­te eine Rund­in­for­ma­ti­on von uns, in der wir uns zur aktu­el­len Sach­la­ge äußern.

Wir möch­ten Sie noch ein­mal dar­auf hin­wei­sen, wie wich­tig es jetzt mehr denn je ist, ein­fa­che Ver­hal­tens­re­geln zu befol­gen – zum Schutz Ihrer Kin­der und Ihrer eige­nen Gesund­heit. Dazu soll­ten Sie und Ihre Kin­der in ers­ter Linie fol­gen­des tun:

  • regel­mä­ßig und gründ­lich Hän­de waschen
  • Hän­de­schüt­teln ver­mei­den
  • Des­in­fek­ti­ons­mit­tel ver­wen­den
  • nicht in die Hän­de nie­sen (lie­ber in die Arm­beu­ge)

Bit­te hal­ten Sie die­se Regeln ein, um eine Anste­ckung wei­test­ge­hend zu ver­mei­den und um sich sowie Ihre Fami­lie zu schüt­zen.

Bis­her gibt es kei­ne Ver­dachts­fäl­le an unse­ren Kitas und Schu­len.

Soll­ten wir neue Erkennt­nis­se haben, die den Kita- und Schul­be­trieb in irgend­ei­ner Wei­se beein­träch­ti­gen wer­den wir Sie natür­lich infor­mie­ren.

Mitwirkung zur Bekämpfung der Masern

Wir bedan­ken uns an die­ser Stel­le auch bei allen, die uns bei der gesetz­li­chen Auf­la­ge zum Nach­weis der Masern­imp­fung unter­stützt und die­sen erbracht haben. Alle ande­ren bit­ten wir, den Nach­weis für die erfolg­te Masern­imp­fung noch vor­zu­le­gen.

Bit­te neh­men Sie auch hier­zu die wei­te­ren Infor­ma­tio­nen aus dem Eltern­brief wahr.

Vie­len Dank!

Im Namen der Geschäfts­füh­rung der FAWZ gGmbH

2. Runde in der Landesolympiade Physik erreicht

War­um schwimmt Eis auf Was­ser? Wel­che Stel­lung haben der Mond, die Erde und die Son­ne bei einer Mond­fins­ter­nis zuein­an­der? Mit wel­cher Geschwin­dig­keit brei­tet sich das Licht in Luft und im Vaku­um aus?

Die­se und vie­le wei­te­re Fra­gen haben Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 7. und 9. Klas­se in der ers­ten Run­de der 30. Lan­des­olym­pia­de Phy­sik beant­wor­tet. „Die­ser Wett­be­werb ist eine Her­aus­for­de­rung. Wir sind stolz, dass unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler sie ange­nom­men haben.“ kom­men­tiert unse­re Phy­sik­leh­re­rin, Frau Dr. Beer.

Jedes Jahr neh­men ca. 400 Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus ganz Bran­den­burg an der ers­ten Run­de des Wett­be­wer­bes teil, von denen ca. 60 Teil­neh­mer die zwei­te Run­de erreich­ten.

Helene erreicht zweite Runde der Landesolympiade Physik

Zu unse­rer gro­ßen Freu­de qua­li­fi­zier­te sich auch eine Schü­le­rin unse­rer Schu­le für die zwei­te Run­de: Hele­ne besucht die 7. Klas­se und wird im März 2020 in einer 90-minü­ti­gen Klau­sur wei­te­re span­nen­de Phy­sik­auf­ga­ben lösen.

Gesamtschule Königs Wusterhausen_Landesolympiade Physik 2020_Helene hat sich für die zweite Runde qualifiziertWir gra­tu­lie­ren Hele­ne recht herz­lich und drü­cken die Dau­men für ein erfolg­rei­ches Abschnei­den in der zwei­ten Run­de. 

Frau Dr. Beer
Fach­leh­re­rin für Bio­lo­gie, Che­mie und Phy­sik

Premiere: Chemkids Experimentalwettbewerb

Zum ers­ten Mal haben zwei Schü­le­rin­nen unse­rer Gesamt­schu­le am Chem­kids Expe­ri­men­tal­wett­be­werb teil­ge­nom­men. Die­ser Wett­be­werb rich­tet sich an alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­sen­stu­fen 4 bis 8 aus den neu­en Bun­des­län­dern, die Spaß am Expe­ri­men­tie­ren haben.

Unse­re Schü­le­rin­nen Ali­na und Emi­ly aus der 7. Klas­se haben sich im Rah­men der NaWi-AG an die dies­jäh­ri­ge Fra­ge­stel­lung her­an­ge­traut. Ihre Auf­ga­be war es, her­aus­zu­fin­den, wie Stär­ke aus einer Kar­tof­fel gewon­nen wer­den kann, um spä­ter dar­aus eine umwelt­freund­li­che Folie her­zu­stel­len. In einer Zeit, in der Kunst­stof­fe ein gro­ßes Müll­pro­blem dar­stel­len, sind For­schun­gen auf die­sem Gebiet abso­lut am Puls der Zeit und not­wen­dig. 

Begeisterte Schülerinnen noch vor dem ersten Chemieunterricht

Das Expe­ri­men­tie­ren hat Spaß gemacht und ich habe viel dabei gelernt.“ sagt Emi­ly. Ali­na ergänzt: „Es war eine gute Erfah­rung und ich möch­te gern im nächs­ten Jahr wie­der dabei sein.“ Ihr Leh­rer Herr Rem­ke berich­tet eben­falls begeis­tert: „Bei­de Schü­le­rin­nen wer­den erst im kom­men­den Schul­jahr Che­mie­un­ter­richt erhal­ten und hat­ten bis­her kei­ne Erfah­rung in der Durch­füh­rung und Aus­wer­tung natur­wis­sen­schaft­li­cher Expe­ri­men­te. Sie haben die­se Auf­ga­be für dem Chem­kids Expe­ri­men­tal­wett­be­werb eigen­stän­dig bear­bei­tet und wir sind sehr stolz auf ihre Ergeb­nis­se.“     

Gesamtschule Königs Wusterhausen_Chemkids Experimentierwettbewerb 2020_Emily mit ihrer TeilnahmeurkundeWir gra­tu­lie­ren Ali­na und Emi­ly zu ihrer Teil­nah­me am Chem­kids Expe­ri­men­tal­wett­be­werb und freu­en uns auch im kom­men­den Schul­jahr mit unse­ren Schü­le­rin­nen und Schü­lern an die­sem Wett­be­werb teil­zu­neh­men.

Herr Rem­ke und Frau Dr. Beer
Lehr­kräf­te für Natur­wis­sen­schaf­ten

Kreative Projektwoche

In unse­rer Pro­jekt­wo­che vom 27. bis 30. Janu­ar 2020 fan­den die Werk- und Krea­tiv­pro­jek­te unse­rer Klas­sen­stu­fen 9 und 10 statt.

Projektwoche Recycling und Upcycling

In die­ser Woche soll­ten sich die Schü­ler mit den The­men Recy­cling und Upcy­cling aus­ein­an­der­set­zen. Das Ziel die­ser Pro­jekt­wo­che war, aus Über­res­ten etwas Neu­es, Nutz­ba­res zu schaf­fen. Aus übrig geblie­be­nen Palet­ten soll­ten Tische und Sitz­bän­ke und aus alten LKW-Pla­nen soll­ten Sitz­kis­sen her­ge­stellt wer­den. Aus PET-Fla­schen, Kron­kor­ken, Dosen, Holz und Vie­lem mehr soll­te hüb­sche Deko­ra­ti­on ent­ste­hen. Zusätz­lich erhiel­ten wir hand­werk­li­che Unter­stüt­zung von den Mit­ar­bei­tern der ZAL, einer Aus­bil­dungs­stät­te in Wildau.

Es wur­de den Schü­lern ermög­licht, mit Gerä­ten zu arbei­ten, mit denen sie vor­her noch nicht in Berüh­rung gekom­men waren. Die Schü­ler, Leh­rer und Unter­stüt­zer aus Wildau tru­gen viel Moti­va­ti­on mit sich. Die Schü­ler durf­ten ihrer Krea­ti­vi­tät frei­en Lauf las­sen und ihre eige­nen Ide­en prä­sen­tie­ren. Durch die Grup­pen­ar­bei­ten haben sich die Schü­ler und Leh­rer unter­ein­an­der von einer ande­ren Sei­te her ken­nen gelernt. Im fol­gen­den Arti­kel sind die Arbeits­schrit­te dar­ge­stellt.

Projekttag 1: Montag

Mon­tag war der ers­te Tag des Pro­jek­tes. Grund­sätz­lich wur­den die Schü­ler über ihre Pro­jek­te auf­ge­klärt und ein­ge­wie­sen. Sie fin­gen mit den ers­ten Arbei­ten an wie zum Bei­spiel mit dem Put­zen der LKW-Pla­nen, danach wur­den die Tei­le mit viel Mühe zusam­men­ge­näht damit sie als Sitz­kis­sen genutzt wer­den kön­nen. Hier­bei muss­te jedes ein­zel­ne Loch vor­ge­stanzt wer­den.

Im Pro­jekt Wer­ken fin­gen die Schü­ler mit der Bear­bei­tung der Palet­ten­bän­ke an. Zuerst wur­den die Palet­ten geschlif­fen, sodass kei­ne Ver­let­zungs­ge­fahr mehr bestand. Als nächs­tes wur­den sie lackiert. Das hat den Schü­lern sehr viel Spaß gemacht. Nun muss­ten die Schü­ler die Palet­ten anein­an­der­schrau­ben. Zum Schluss folg­te dann die Holz­ver­klei­dung. Eini­ge Schü­ler nah­men es sich zur Auf­ga­be, Schub­la­den für die Palet­ten­ti­sche zu bau­en. Dabei bau­ten sie aus Holz einen Rah­men und leg­ten Flie­sen­scher­ben hin­ein die dann ver­putzt wur­den.

Im Krea­tiv­pro­jekt nutz­ten die Schü­ler PET-Fla­schen, altes Holz, Kron­kor­ken und CDs, um aus den Über­res­ten schö­ne Deko­ra­tio­nen für die Schu­le und den Schul­hof zu bas­teln. Eini­ge Schü­ler bas­tel­ten Blu­men­töp­fe aus PET- Fla­schen, süße Tie­re aus Kron­kor­ken und Moti­ve, die dann unter eine Ple­xi­glas­plat­te in den Palet­ten­tisch ein­ge­bracht wur­den. Aus übrig geblie­be­nem Holz wur­de das Logo der Schu­le gesägt.

Am Ende gab es über­wie­gend posi­ti­ves Feed­back der Pro­jekt­lei­ter und fast alle Schü­ler zeig­ten Inter­es­se und waren moti­viert bei ihren Pro­jek­ten.

Projekttage 2 und 3: Dienstag & Mittwoch

Im Lau­fe der Tage haben die Schü­ler bereits die ers­ten Palet­ten­bän­ke und die Vitri­nen, die in die Tisch­plat­ten ein­ge­las­sen wer­den soll­ten, fer­tig­ge­stellt. Die Vitri­nen ver­putz­ten sie von innen mit Flie­sen. Da im Vor­feld nicht fest­ge­legt wur­de, wie vie­le Bän­ke und Tische ent­ste­hen soll­ten, wur­de nach dem Mot­to „Je mehr, des­to bes­ser“ gear­bei­tet.

Die Arbei­ten setz­ten sich immer wei­ter fort. Im Krea­tiv­be­reich waren die Schü­ler sehr pro­duk­tiv und bemal­ten eine unschätz­ba­re Men­ge an Kron­kor­ken. Sie deko­rier­ten die Vitri­nen mit ihren selbst her­ge­stell­ten Krea­tio­nen, außer­dem stell­ten sie Klei­der­ha­cken her, wel­che spä­ter an den Palet­ten­mö­beln ange­bracht wer­den soll­ten.

Projekttag 4: Donnerstag

Am letz­ten Tag der Pro­jekt­wo­che wur­den alle ange­fan­ge­nen Pro­duk­te fer­tig­ge­stellt, wie zum Bei­spiel zwei Tische mit jeweils acht Schub­la­den und gefüll­ten Ple­xi­glas­vi­tri­nen aus der Krea­tiv­ab­tei­lung. Es wur­den in jeder Werk­grup­pe 3 Sitz­bän­ke pro­du­ziert.

Fazit
Unse­ren Beob­ach­tun­gen nach haben die Schü­ler sehr vie­le neue Erfah­run­gen sam­meln kön­nen und das Ver­hält­nis der 9. und 10. Klas­se ver­än­der­te sich stark, sie gin­gen offe­ner mit­ein­an­der um und hat­ten sehr viel Spaß zusam­men. Die Mit­ar­bei­ter der ZAL moti­vier­ten die Schü­ler und bil­de­ten schnell schlag­kräf­ti­ge Teams. Alle invol­vier­ten Per­so­nen waren in Anbe­tracht der tol­len Ergeb­nis­se posi­tiv über­rascht. Die fer­tig gestell­ten Möbel zie­ren nun den gesam­ten Schul­hof und wer­den gern genutzt.

Die Pro­jekt­wo­che wur­de über das Pro­jekt Initia­ti­ve Sekun­dar­stu­fe I (INISEK I) aus Mit­teln des euro­päi­schen Sozi­al­fonds finan­ziert.

Wir bedan­ken uns bei allen Unter­stüt­zern, die zum Zustan­de­kom­men bei­getra­gen haben, ins­be­son­de­re bei den Mit­ar­bei­tern der ZAL Wildau sowie den Neunt- und Zehnt­kläss­lern unse­rer Schu­le. 

Lisa und Tabea
Schü­le­rin­nen der Klas­se 10.3

Bil­der fol­gen­den dem­nächst …

FAWZ_Förderhinweis INISEK I-Projekte_EU_MBJS_LB_AA_INISEK I_Schuljahr 2019-20

Interview mit unseren Gruppenleitern

Fra­ge:           „Was ist die Moti­va­ti­on des Pro­jek­tes?“

Ant­wor­ten:    „Die Pro­duk­te kann man immer wie­der nut­zen und sagen, dass man sie
                      selbst gebaut hat.“
                     „Recy­cling und Upcy­cling zu betrei­ben und den Schul­hof zu gestal­ten.“

Fra­ge:           „Wie ver­hal­ten sich die Schü­ler?“

Ant­wor­ten:   „Die Schü­ler sind moti­vier­ter dabei in die Werk­statt zu gehen, es ist eine
                      Abwechs­lung vor­han­den, die den Schü­lern gut­tut.“
                    „Ich bin geteil­ter Mei­nung. Man­che Schü­ler sind sehr moti­viert und man­che
                     Schü­ler lei­der gar nicht. Man kann nicht alle Men­schen damit beein­dru­cken.“

Fra­ge:            „Macht es Spaß, mit den Schü­lern zu arbei­ten?“

Ant­wor­ten:    „Es macht Spaß, auch wenn es nicht zu mei­nen Auf­ga­ben gehört, ist es
                       schön, den Schü­lern etwas bei­zu­brin­gen.“
                     „Ja, wenn Ergeb­nis­se ent­ste­hen und eige­ne Ide­en dazu gege­ben wer­den.“

Fra­ge:            „Was beob­ach­ten Sie selbst?“

Ant­wor­ten:    „Man lernt die Schü­ler teil­wei­se von einer ande­ren Sei­te ken­nen, man sieht
                     sie anders und sie sind moti­vier­ter.“

Festveranstaltung zum Holocaustgedenktag

Es ist gesche­hen, und folg­lich kann es wie­der gesche­hen: Dar­in liegt der Kern des­sen, was wir zu sagen haben.“  (Pri­mo Levi, Über­le­ben­der des Holo­caust)

Am Abend des 27. Janu­ar 2020 war unser Schul­cam­pus Königs Wus­ter­hau­sen Schau­platz einer ganz beson­de­ren Ver­an­stal­tung. Initi­iert durch die Stadt Königs Wus­ter­hau­sen und aus­ge­stal­tet durch Schü­le­rin­nen und Schü­ler unse­res Schul­cam­pus wur­de eine Fei­er­stun­de zum Geden­ken an die Befrei­ung des Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers Ausch­witz vor 75 Jah­ren in der Schul­au­la unse­rer Gesamt­schu­le mit gym­na­sia­ler Ober­stu­fe Königs Wus­ter­hau­sen abge­hal­ten.

Viele Gäste und Höhepunkte zum Holocaustgedenktag

Bereits auf dem Weg durch das Gebäu­de wur­den die ein­tref­fen­den Gäs­te durch Stand­bil­der, gestal­tet durch Mit­glie­der der Arbeits­ge­mein­schaft „Dar­stel­len­des Spiel“ auf die Ver­an­stal­tung ein­ge­stimmt.
Die Vor­sit­zen­de der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung, Lau­ra Laza­rus, begrüß­te an die­sem Abend unter den ca. 100 Gäs­ten eine Rei­he sehr hoch­ka­rä­ti­ger Ver­tre­ter aus Poli­tik, Kir­che, ver­schie­de­nen Ver­ei­ni­gun­gen sowie aus der umlie­gen­den Schul­land­schaft. Beson­ders erfreu­lich war der Besuch des Vor­sit­zen­den der Jüdi­schen Gemein­de Königs Wus­ter­hau­sen, Herrn Gaj­di­chow­ytsch.

Nach einem kur­zen Gruß­wort über­gab sie an unse­ren Schul­lei­ter, Herrn Pat­zer, wel­cher sich im Rah­men der Begrü­ßung vor­ab bei allen Akteu­ren bedank­te, die zum Zustan­de­kom­men des Abends bei­getra­gen haben. Allen vor­an zu nen­nen sind hier die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­sen­stu­fen 6 der Montesso­ri Grund­schu­le sowie der Klas­sen­stu­fen 8 bis 11, die sich in krea­ti­ver Tätig­keit mit der The­ma­tik aus­ein­an­der­ge­setzt und sie, ange­lei­tet durch ihre Leh­re­rin­nen und Leh­rer, für das Pro­gramm auf­ge­ar­bei­tet hat­ten.

Musi­ka­lisch unter­malt wur­de der Abend unter ande­rem durch Carl Göh­ler, der mit einem Gei­gen­stück eröff­ne­te. Am Pia­no spiel­te Swen­ja Schmidtke für die Anwe­sen­den. Beson­ders bewe­gend war ein durch sie selbst kom­po­nier­tes Stück. Einen beson­de­ren Höhe­punkt stell­ten auch die Auf­trit­te des über wei­te Gren­zen hin­aus bekann­ten Klez­mer Ensem­bles der Kreis­mu­sik­schu­le dar, wel­ches eine Rei­he von jüdi­schen Stü­cken dar­bot. Zwi­schen den musi­ka­li­schen Dar­bie­tun­gen tra­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Gesamt­schu­le auf.

Unse­re Neunt­kläss­le­rin Pau­la Pla­ge­mann rezi­tier­te sehr ein­dring­lich das Gedicht „Die Ver­scheuch­te“ von Else Las­ker-Schü­ler. Ihre Mit­strei­ter führ­ten die Anwe­sen­den auf einem Stadt­spa­zier­gang durch Königs Wus­ter­hau­sen zu ver­schie­de­nen Stol­per­stei­nen und berich­te­ten sehr bewe­gend über die Schick­sa­le der hier genann­ten Königs-Wus­ter­hau­se­ner-Bür­ge­rin­nen und ‑Bür­ger, wel­che durch die Nazis ver­folgt, in Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger ver­schleppt und dort umge­bracht wur­den.

Schuld nein, Verantwortung ja“

Bei einem Gespräch auf dem Schul­hof wur­den auch The­men wie der wie­der zuneh­men­de Anti­se­mi­tis­mus in Deutsch­land kri­tisch beleuch­tet und mit aktu­el­len Schlag­zei­len aus der Pres­se belegt. Die­ser Bei­trag schloss sich direkt der Mah­nung Herrn Rietzl´s an, der als Geschichts­leh­rer und stell­ver­tre­ten­der Schul­lei­ter das Pro­jekt an unse­re Schu­le geholt und koor­di­niert hat­te. Er ver­wies in sei­ner Rede auf die gro­ße Ver­ant­wor­tung der Han­deln­den in allen Berei­chen der Gesell­schaft.

Es soll­ten alle Anstren­gun­gen unter­nom­men wer­den, um dazu bei­zu­tra­gen, dass sich die geschil­der­ten Ereig­nis­se nicht wie­der­ho­len. „Schuld nein, Ver­ant­wor­tung ja“ so etwa könn­te das Mot­to für die jun­ge Genera­ti­on lau­ten. Wir sind guter Hoff­nung, dass unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler die­se Ver­ant­wor­tung für das Mit­ein­an­der in unse­rer Gesell­schaft erken­nen und bereit sind, sie zu tra­gen. Ver­an­stal­tun­gen wie an die­sem Abend beför­dern dies in jedem Fal­le und sind eine wich­ti­ge Erfah­rung für jun­ge Men­schen.

Wir bedan­ken uns bei allen Betei­lig­ten. Ein beson­de­rer Dank gilt den Schü­le­rin­nen und Schü­lern sowie den Lehr­kräf­ten der Montesso­ri Grund­schu­le, die Hin­ter­grün­de zu Stol­per­stei­nen in Werns­dorf recher­chiert und eine klei­ne Aus­stel­lung vor­be­rei­tet haben.

Das Team der Gesamt­schu­le mit gym­na­sia­ler Ober­stu­fe Königs Wus­ter­hau­sen
der FAWZ gGmbH